E-Learning Portal für Arabische Länder

6. Februar 2010

Im Oktober des vergangenen Jahres fand in Amman / Jordanien eine Konferenz unter dem Titel  ” Challenges of TVET in Arab Countries – Innovation through E-Learning” statt.

Diese Konferenz wurde organisiert und geplant von InWEnt gemeinsam mit ETF, UNESCO-UNEVOC sowie mit Partner Organisationen von Ägypten und Jordanien.

Es nahmen 135 Experten für virtuelles Arbeiten und Lernen aus 13 Arabischen und Europäischen Ländern teil.

Als ein wichtiges Ergebnis dieser internationalen Zusammenkunft wurde ein Portal ebabliert, welches folgende Zielsetzung verfolgt:

On this portal we want to establish a lively community of practice in the fields of Technical and Vocational Education and Training (TVET) and E-Learning in Arab countries. We hope that this portal will encourage you to share your experiences in these fields.

Weitere Informationen und Bilder von der Konferenz finden Sie unter:

http://www.tvet-portal.net

Online Workshops im Südkaukasus

22. Dezember 2009

Lassen Sie mich an dieser Stelle von meinen Erfahrungen mit einer Workshop- Reihe in Aserbaidschan, Armenien und Georgien berichten.

Die Online-Workshops zum Thema „Working with a Virtual Classroom“ fanden in den jeweili­gen Hauptstädten (Baku, Eriwan und Tbilisi) an den dortigen Universitäten statt. Ziel­gruppe der Workshops waren Hochschulprofessoren und Lehrverantwortli­che  unter­schiedlicher Fachrichtungen, die die ersten Schritte in Richtung der virtu­ellen Kom­munikation und fachübergreifender Vernetzung via Virtual Classroom ge­hen wollten. Alle Veranstaltungen wurden in Englisch durchgeführt, teilweise auch unter Verwen­dung der russischen Sprache, da einige Teilnehmer besser Russisch sprachen.

An dieser Stelle möchte ich gleich zwei Aspekte ansprechen, die sich aus dem jewei­ligen kulturellen Umfeld und der aktuellen politischen Lage ergaben.

Zum einen war es für mich als Moderatorin sehr wichtig, grundlegende länderspezifi­sche Kenntnisse zu besitzen. Tatsächlich verliefen die Workshops vor dem ange­sprochenen kulturellen Hintergrund sehr unterschiedlich, was z.B. Kontaktfreudigkeit und Kommunikationsbedürfnis, hierarchische Besonderheiten innerhalb der Teilneh­mergruppe, sowie Öffnung ge­genüber der westeuropäischen Kultur betrafen, um nur 3 Aspekte zu nennen.

Außerdem war es wichtig, sowohl Englisch als auch Russisch möglichst fließend zu beherrschen.

Abgesehen von den oben genannten Umfeldbedingungen, galt es, mit den folgenden Aktivitäten das Interesse und die Aufmerksamkeit der Teilnehmer zu gewinnen und wach zu halten:

  • Vorab- Information über die Zielsetzung des Workshops in einem kurzen Abriss (per email an die Teilnehmer), incl. persönlicher Einladung für jeden Teilnehmer
  • Persönliche Vorstellung der Moderatorin zu Beginn jedes Online Meetings (in diesem Kulturkreis wird sehr viel Wert auf den persönlichen Kontakt gelegt)
  • Detaillierte Agenda zu Beginn jedes Workshops
  • Während der Durchführung immer wieder Rückblick zur Agenda, um den genauen Ablauf zu dokumentieren
  • Möglichkeiten (immer für einige Minuten) für persönliche Fragen und Anmerkungen während des Online Meetings
  • Möglichkeiten für das Ausprobieren von Funktionalitäten des Raumes einräumen und persönliche Eindrücke sofort auswerten

Als Fazit bleibt zu ergänzen: Um eine solche Workshop-Reihe erfolgreich zu gestal­ten, muss der Moderator persönlich überzeugen. Dass die Technik funktioniert, wird vorausgesetzt.